Lasst uns MEGA sein!
Wie wir mit dem Wahnsinn der Welt umgehen können
Ganz schön übel, wie das neue Jahr beginnt. Nicht gut und glücklich, wie wir einander das gewünscht haben, sondern böse und beängstigend. Der russische Teufel Wladimir Putin verschärft den Raketenterror in der Ukraine, der amerikanische Teufel Donald Trump lässt Venezuela bombardieren und seinen Staatschef Nicolás Maduro entführen – und droht, demnächst Grönland zu annektieren. Das Recht des Stärkeren scheint zu regieren. Wer weiß, wann der chinesische Teufel Xi Jinping Taiwan angreift?
In diesem Newsletter schreibe ich darüber, wie Veränderung eine Chance sein kann. Die Art, wie die Welt sich gerade verändert, ist keine Chance. Sie ist eine Katastrophe. Nichts daran ist gut. Aber: Wir können gut damit umgehen. Wir können versuchen, aus dem Schlechten das Beste zu machen. Wie das gehen soll? Hier sind ein paar Gedanken:
Wir können uns eingestehen, dass wir Angst haben. Mit der Frau, den Freunden, den Kolleginnen darüber reden. Sie fragen, wie es ihnen geht. Und was ihnen jetzt helfen würde.
Wir können in Gesprächen zugeben, wenn wir ratlos und überfordert sind und keine Lösung für die Probleme sehen, die sich da türmen; manchmal ist das das Konstruktivste, was sich tun lässt – und nimmt eine Last von der Seele, weil andere dann sagen, dass es ihnen genauso geht.
Wir können, wenn die Nachrichten uns nachts wach liegen und grübeln lassen, akzeptieren, dass das eine völlig verständliche Reaktion ist – und hoffen, dass die nächste Nacht besser wird.
Wir können unsere Netzwerke aktivieren und mit Verwandten, Nachbarn und Kumpels überlegen: Was würden wir tun, wenn es schlimmer kommt? Wie könnten wir uns gegenseitig helfen, wenn zum Beispiel auch bei uns nach einem Anschlag wie in Berlin tagelang der Strom ausfällt? Wer könnte sich im Ernstfall wie am wirkungsvollsten einbringen?
Wir können uns bewusstmachen, wie wichtig es jetzt ist, dass alle, wirklich alle Demokratinnen und Demokraten in unserem Land zusammenhalten. Nur gemeinsam können wir die Bedrohungen abwehren, mit denen Deutschland konfrontiert ist: von innen durch die AfD – von außen durch Putin und mehr und mehr auch durch die USA, die unsere Demokratie zum Problem erklärt.
Wir können aufhören, uns in hypermoralischen Empörungsspiralen zu verheddern, die kein einziges sinnvolles Ergebnis bringen – wie zuletzt bei der wochenlangen Debatte um die Stadtbild-Aussage von Bundeskanzler Friedrich Merz. Denn die Energie, die wir dort investieren, fehlt dann für die wirklich wichtigen Fragen, etwa: Wie verteidigen wir uns, wenn Russland weiter angreift?
Wir können Mails an regierende Politikerinnen und Politiker schreiben und fordern: Seht gefälligst den Ernst der Lage! Beschäftigt euch nicht mehr mit nebensächlichen Streitereien! Geht mit maximaler Professionalität die Probleme an, die uns drücken! Schützt endlich unsere kritische Infrastruktur, damit künftig keine Terroristen mehr mal eben Zehntausende Berliner Haushalte tagelang vom Strom abschneiden können! Und tretet entschlossen für europäischen Zusammenhalt ein! Denn wenn der zerbricht, sind wir im Spiel der Teufel verloren.
Wir können realistisch auf die Welt schauen und akzeptieren, dass sich gerade in manchen Regierungsgebäuden das pure Böse Bahn bricht. Dass dieses Böse keinen Frieden will, sondern Krieg – anders als unverbesserliche Hardcore-Pazifisten und die Putin-Trolle aus AfD und BSW immer noch behaupten. Und wir können anfangen zu verstehen, dass dieses Böse tiefgreifende Konsequenzen haben wird – für uns alle, keineswegs nur für die jungen Männer, die demnächst zum Wehrdienst müssen.
Wir können, ob gläubig oder nicht, vielleicht mal ein Stoßgebet zum Himmel schicken, dass all der Wahnsinn bald ein Ende hat.
Wir können, gerade weil das Böse zurzeit so mächtig wirkt, das Gute auf der Welt stärken – zumindest im Kleinen. Durch ein liebes Wort, einen freundlichen Blick, eine nachbarschaftliche Unterstützung. Natürlich rettet das nicht die Welt, aber es ist ein Anfang, in unserer Straße, unserer Stadt, unserem kleinen Universum. Wir können der Gegenentwurf zu Trumps menschenfeindlicher MAGA-Bewegung sein und menschenfreundlich handeln. Wir können die Empathie stärken, die die MAGA-Leute verachten. Das Foto über diesem Text wirbt dafür: „Make empathy great again!“ Abgekürzt: MEGA! Würde das nicht was verändern, wenn wir alle zusammen eine MEGA-Bewegung wären, eine, die Tag für Tag wächst?
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Bis zum nächsten Mal: alles Gute!
Andreas


Ich fange bei mir an. Der “Wir-Ansatz” ist wie die Neujahrsvorsätze.